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Rund ums Anmelden und Herunterfahren

#1 Automatisches Anmelden beim Starten von NT

Die einfachste Methode für das automatische Anmelden ist das Installieren von TweakUI von den Microsoft Powertoys. Auf der Registerkarte Network kann man angeben, mit welcher Benutzernamen und welchem Kennwort das automatische Anmelden beim Booten erfolgen soll.

2. Möglichkeit: Im Registriereditor sucht man den Zweig HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\Winlogon. Dann trägt man die Werte für DefaultDomainName, DefaultUserName und DefaultPassword mit den Einträgen eines existierenden Benutzers. Eventuell muß man den Key DefaultPassword neu einrichten.

Bitte beachten Sie, das dieses Vorgehen die Sicherheitsmechanismen von NT außer Kraft setzt. Es sollte nur auf besonders gesicherten Einzelplatzrechnern oder solchen mit unbedeutenden Daten angewandt werden.

#2 Automatisches Powerdown von NT beim Herunterfahren

Neuere Systeme (ATX motherboard standard) können automatisch die Ansteuerung der Komponenten beenden wenn Windows 95 heruntergefahren wird. Kurz nach der Meldung "Sie können den Computer jetzt ausschalten!" wird von der Software ein Signal gesendet, welches den Computer
ausschaltet. Windows NT 4.0 kann das gleiche, nur ist diese Funktion standardmäßig nicht eingeschaltet. Um sie einzuschalten folgendes tun:
1. Start RegEdit (regedt32.exe)
2. Gehe zu HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\Winlogon
3. Ändern: PowerDownAfterShutdown: 1
Falls Ihr System dies nicht unterstützt, merken Sie es u.a. daran, daß der Rechner nach dem Herunterfahren durchstartet, also sich so verhält, als hätten Sie "Neustart des Computers" ausgewählt. Eventuell hilft da der Austausch der aktuellen HAL. Im SP4 ist die Datei "Hal.dll.softex" zu finden. Diese in das Verzeichnes System32 kopieren und in "HAL.DLL" umbennen.

#3 Anmelde Warnmeldung einstellen

Um eine Warnmeldung für die Anmeldung zu erstellen ist folgendes zu tun:
Mit dem Registriereditor REGEDT32.EXE den Zweig HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\Winlogin öffnen. Dann die Einträge LegalNoticeCaptions und LegalNoticeText wie gewünscht ändern. Beim Einloggen erscheint jetzt ein Hinweisfenster mit dem Text.

#4 Bitmap in die Loginprozedur einbinden

Beliebige Bitmaps können in den Loginbildschirm eingebunden werden. Dazu wird der Zweig HKEY_USERS\DEFAULT\Control Panel\Desktop im Registry-Editor geöffnet. Dann wird der Schlüssel Wallpaper bearbeitet und mit den Pfad des Bitmap versehen. Die Schlüssel TileWallpaper (0=normal, 1=gekachelt) und WallpaperStyle (0=normal, 2=bildschirmfüllend) bestimmen das Aussehen. Mit den Werten in WallpaperOriginX und WallpaperOriginY bestimmen Sie von oben ausgehend die Position des Bitmap. Gegebenenfalls müssen die Schlüssel auch als Zeichenfolge angelegt werden.

#5 Namenfeld beim Login löschen

Beim Anmelden wird standardmäßig der Name des letztem angemeldeten Users angezeigt. Um dies z.B. aus Sicherheitsgründen zu unterbinden, wird der Schlüssel DontDisplayLastUserName im Registry Zweig HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\WindowsNT\CurrentVersion\Winlogon auf 1 gesetzt.

#6 Verhindern des automatischen Startens von Applikationen beim Systemstart

Wenn beim Systemstart ein Programm geladen wird, sucht man es zuerst in der Autostart-Gruppe. Ist es dort nicht zu finden, befindet es sich unter einem der folgenden Registry-Einträge:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\RunOnce
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\RunServices
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\RunServicesOnce    

Es kann auch anstatt LOCAL_MACHINE der Schlüssel CURRENT_USER oder anstatt Windows der Schlüssel Windows NT eingetragen sein.

#7 Logon-Screen ändern

Das Bitmap hinter dem Login-Screen von Windows NT 4.0 läßt sich problemlos mit einem eigenen Firmenlogo versehen. Hierzu ruft man regedit.exe auf und ändert in HKEY_USERS\DEFAULT\ControlPanel\Desktop den Eintrag Wallpaper von (Standard) auf den Dateinamen des Bitmaps samt Pfadnamen, zum Beispiel c:\winnt\desktop.bmp

#8 Hintergrundfarbe des Loginscreens ändern

Wem das Grünblau nicht gefällt, kann eine Farbe nach dem eigenen Geschmack wählen.
Unter HKEY_USERS\. DEFAULT\Control Panel\ Colors\Background ist der RGB-Wert einzutragen.
0 128 128 ist Standard.

#9 Automatisches Anmelden beim Systemstart

Die einfachste Methode für das automatische Anmelden ist das Installieren des TWEAKUI Powertoy von Microsoft. Auf der Registerkarte Network kann man angeben, mit welcher Benutzerkennung und welchen Kennwort das automatische Anmelden beim Booten erfolgen soll.

 

 

 

Benutzerverwaltung unter NT

#1 Zugriffe zwischen zwei Domänen

Zwischen Domäne A und B wurde eine einseitige Vertrauensstellung eingerichtet. Domäne A vertraut hierbei Domäne B. In Domäne A gibt es eine Freigabe auf einem Netzwerk Server, der für die Datenablage von Domäne B bestimmt Ist. Freigabe- und Verzeichnisberechtigungen für Vollzugriff wurden für Domäne B der globalen Gruppe Domänen Administratoren und der Gruppe Domänenbenutzer angelegt. Das Problem ist nun, daß es für die Domänen Administratoren aus Domäne B nicht möglich Ist, den Besitz an Dateien auf dieser Freigabe zu übernehmen (Meldung: »This user ID is not allowed to take ownership of thls object), obwohl die entsprechenden Rechte ausreichend vergeben wurden. Die Domänen Administratoren aus Domäne A haben sogar keine Zugriffsrechte mehr auf diese Freigabe.

Um als Administrator aus Domäne B den Besitz an den Dateien aus Domäne A zu übernehmen, bedarf es administrativer Privilegien, die nicht automatisch durch das Aufsetzen einer Vertrauensstellung gewährleistet sind. Hierfür sollte die globale Gruppe Domänen Administratoren aus Domäne B in die lokale Gruppe Administratoren auf allen für den Zugriff betreffende Server der Domäne A eintragen werden.

#2 Installation von Server gespeicherten Benutzerprofilen

a) Freigabe des Verzeichnisses C:\ Wlnnt\Profiles auf einem der Anmeldeserver mit dem Namen Profiles
b) Vergabe ausreichender Rechte auf diese Freigabe an alle Personen, die dort zugreifen sollen
c) Benutzer Manager für Domänen starten

- Benutzer auswählen
- Doppelklick für das Aufrufen der Eigenschaften
- Wählen Sie »Profile«
- Geben Sie Im entsprechenden Eingabefeld den Pfad zum Profil an.
z.B. \\server\profiles\UserA)

- Schließen Sie den Dialog mit zweimal »ok«
- Beenden Sie den Benutzer Manager

d) Melden Sie sich lokal an der Arbeitsstation an.
e) In der Systemsteuerung wählen Sie die Option »Netzwerk«.
f) Tragen Sie den Rechnernamen und die Domäne ein, an die sich der Client anmelden soll.
g) Schließen Sie den Dialog mit »Ok«.
h) Rufen Sie In der Systemsteuerung die Option »System« auf.
i) Im Register »Benutzerprofile« wählen Sie ihr lokales Profil heraus und wählen »kopieren«.
j) Geben Sie den Pfad auf dem Server an (Beispiel: \\server\profiles\UserA)
k) Klicken Sie »Ändern«, um die Berechtigung zu vergeben.
l) Wählen Sie Ihre Domäne und den entsprechenden Benutzer (UserA) heraus.
m) Schließen Sie die Dialogmaske mit »Ok«, »Ok«....
n) Melden Sie sich ab.
o) Prüfen Sie die Funktion, indem Sie sich als der betreffende Benutzer an der Domäne anmelden.

#3 Lokale NT-Anmeldung unterbinden

Wenn Sie in einer reinen NT-Umgebung mit Windows NT Server 4.0 und Windows NT Workstation 4.0 arbeiten, kann es manchmal vorkommen, daß keine Verbindung zum Server aufgebaut werden kann. Dafür können Kabelbrüche oder sonstiges verantwortlich sein. In diesem Fall wird der Benutzer "mit zwischengespeicherten Daten angemeldet" und erhält eine NT-Standardoberfläche. Mit der im folgenden beschriebenen Prozedur kann man die lokale Anmeldung ohne Serververbindung unterbinden:

1.Die Benutzer dürfen nicht als lokale Benutzer auf der Arbeitsstation eingetragen sein.

2. Im Benutzer-Manager für Domänen müssen unter Profile "User Profile Path" die Pfade für serverbasierte Profile für die fraglichen Benutzer richtig gesetzt werden (\\Server\netlogon).

3. Auf den Workstations muß ein Registry-Eintrag geändert werden. Dazu gehen Sie wie folgt vor: Öffnen Sie über Start \ Ausführen \ Regedit die Registry, und gehen Sie auf folgenden Pfad:

HKEY_LOCAL_MACHINE \ Software \ Microsoft \ Windows NT \ CurrentVersion \ Winlogon

Falls noch nicht vorhanden, erstellen Sie dort einen neuen DWORD-Wert mit dem Namen DeleteRoamingCache. Der dazugehörige Hex-Wert wird auf 1 gesetzt.

4. Nun müssen noch eventuell lokal gespeicherte Benutzer-Profile der fraglichen Benutzer über START \ Einstellungen \ Systemsteuerung \ System \ User Profiles gelöscht werden.

5. Anschließend muß das System neu gestartet werden.

Ist dies geschehen, können sich die Mitarbeiter ganz normal anmelden, sofern eine Serververbindung aufgebaut wird. Bei Beendigung der ersten "Sitzung" werden die benutzerspezifischen Daten an den Server übergeben und die Speicherung auf der Workstation gelöscht.

Bei einer fehlenden Serververbindung sollte es den Usern nun nicht mehr möglich sein, sich mit der eigenen User-ID lokal auf der Workstation anzumelden, da kein (gespeichertes) Profil vorhanden ist.

Langsame Netzwerke

Die Verwendung Server-basierender Profile führt bei Lastproblemen im Netzwerk manchmal zu Schwierigkeiten.

So kann es beim Start von Arbeitsstationen zu einer Meldung kommen, die besagt, daß das Netzwerk langsam ist und fragt, ob auf die lokal gespeicherte Version des Profils zurückgegriffen werden soll. Die Ursache dafür kann sowohl das Antwortverhalten von Servern, das Netzwerk an sich als auch das lokale System sein. Wenn dort sehr viele Dienste geladen werden müssen, leidet oft das Antwortverhalten dieses Rechners selbst darunter. Auch dann kann diese Meldung angezeigt werden, obwohl sie nicht mit dem Netzwerk selbst zusammenhängt. Das Problem läßt sich dadurch beheben, daß entweder die Erkennung solcher Verbindungen völlig deaktiviert oder zumindest das Zeitlimit angepaßt wird. Die Anpassung des Zeitlimits erfolgt über die Systemrichtlinien bei den maschinenbezogenen Einstellungen unter Windows NT-Benutzerprofile. Dort definiert man mit Zeitlimit für langsame Netzwerkverbindungen einen solchen angepaßten Wert. Der Wert kann auch direkt in der Registry unter HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\WinLogon konfiguriert werden. Hier wird der Wert vom Datentyp REG_DWORD in Millisekunden angegeben. Der zulässige Wertebereich liegt zwischen 1000 und 120 000, der Standardwert ist 2000.

#4 Lokales NT-Profil in Domänen-Profil übernehmen

In einem Windows-NT-4.0-Netzwerk mit NT-4.0-Clients soll die Anmeldung der Arbeitsplatzstationen jetzt über die Domäne erfolgen. Dabei soll das lokale Profil in das Domänen-Profil übernommen werden, so daß die Einstellungen erhalten bleiben. Wie kann dies am besten realisiert werden?

Benutzerprofile können Sie über die Systemsteuerung, System, Benutzerprofile kopieren. Stellen Sie sicher, daß auch der Benutzer-Account, der in der Domäne definiert wurde, Zugriffsrechte auf das Profil hat.

#5 Anzeige des letzten Benutzers abschalten

Normalerweise zeigt NT beim Systemstart den Namen des letzten Anwenders an. Auf diese Weise müssen Sie nur noch das Paßwort angeben, wenn nur Sie an dem Rechner arbeiten. Manchmal ist es aber nicht wünschenswert, daß diese Funktion arbeitet, beispielsweise dann, wenn Sie nicht wollen, daß der Name des Administrator Kontos bekannt wird.

Um die für dieses Verhalten zuständige Funktion von NT zu deaktivieren, ist ein Parameter unter HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\Winlogon zu verändern. Es handelt sich um den Wert DontDisplayLastUser-Name vom Typ REG_SZ. Wenn sie hier statt der vorgegebenen 0 eine 1 eintragen, erscheint der Name des letzten Benutzers nicht mehr im Login-Fenster.

#6 Whoami für Windows NT

Netzwerkbetriebssysteme im Unix-Bereich oder auch Novell NetWare bieten einen nützlichen Kommandozeilenbefehl an, mit dem sich die Daten des aktuell angemeldeten Benutzers abfragen lassen. „Whoami“ heißt dieser Befehl, was von der englischen Frage Who am I (Wer bin ich?) abgeleitet ist.

Er ist zum Beispiel dann sehr nützlich, wenn ein Netzwerk mehrere Domänen verwaltet und Sie wissen möchten, an welcher Domäne Sie gerade angemeldet sind. Unter Windows NT fehlt dieser Befehl.

Geben Sie an der DOS-Eingabeaufforderung ein:

ECHO %USERNAME%
ECHO %USERDOMAIN%
ECHO %HOMEDRIVE%%HOMEPATH%

#7 Security Configuration Manager

Eine der wichtigsten Neuerungen, die mit dem Service Pack 4 geliefert werden, ist der Security Configuration Manager, kurz gesagt SCM.

Der SCM läßt sich als Gegenstück zum Systemrichtlinien-Editor verstehen. Während mit diesem Editor Systemrichtlinien für die Steuerung von Konfigurationseinstellungen erstellt werden können, erfolgt mit Hilfe des SCM die Sicherheitskonfiguration.

Es lassen sich also Zugriffsrechte auf Dateien, Verzeichnisse und Einträge in der Registrierungsdatenbank festlegen. Zusätzlich können Sie auch angeben, welche weiteren Sicherheitseinstellungen verwendet werden sollen. Dazu gehören Regeln für die Vergabe von Kennwörtern, für Zugriffsrechte im System und für die Nutzung der Ereignisanzeige. Diese Festlegungen werden in Form von Profilen erstellt. eine Reihe von Profilen mit unterschiedlich strengen Sicherheitsregeln sind bereits im Lieferumfang des SCM enthalten. Diese stellen die Basis für individuelle Sicherheitsanpassungen dar. Ein so erzeugtes Sicherheitsprofil läßt sich anschließend Servern oder Arbeitsplätzen zuweisen.

Darüber hinaus kann aber auch eine Sicherheitsanalyse erfolgen, bei der die aktuell definierten Einstellungen mit den in einem solchen Profil vordefinierten Festlegungen verglichen werden. Abweichungen von Sicherheitsregeln lassen sich auf diese Weise schnell erkennen.

Der SCM stellt für das Sicherheitsmanagement in Windows NT Netzwerken eine wichtige Funktion dar, da sich damit in differenzierter Weise auch Festlegungen für die lokalen Zugriffsrechte in solchen Systemen treffen lassen.

Die Bedienung erfolgt entweder über eine grafische Schnittstelle oder über die Befehlszeile.

 

 

 

Meldungen beim Booten Anzeigen/ Verstecken

#1 Anzeigen der zu ladenden Treiber beim Systemstart

Suchen Sie die versteckte Datei BOOT.INI und entfernen Sie den Schreibschutz. Öffnen Sie diese in einem Editor und fügen Sie in der Zeile, die NT normalerweise startet, die Zeichenkette /sos an. Dies sorgt für die Klartextdarstellung der geladenen Treiber beim Booten. Versehen Sie hinterher wieder die BOOT.INI mit dem Schreibschutz-Attribut.
NT zeigt auch ohne diesen Paramter minimale Informationen an: Jeder weiße Punkt auf schwarzem Grund beim ersten Boot-Schirm bedeutet einen geladenen Treiber, jeder Punkt auf blauem Hintergrund beim zweiten Schirm eine Festplatte, auf der ein Filesystemcheck erfolgt.

#2 Keine Bildschirmmeldungen mehr beim Booten

Unterbrechungen des Bootvorganges, die durch Bildschirmmeldungen verursacht werden, können mit einem Eintrag in der Registry abgestellt werden. Registrierungseditor starten.
Erstellen Sie unter HKEY_CURRENT_USER\ Software\ Microsoft\ WindowsNT\ CurrentVersion\ Windows einen DWORD-Wert mit dem Namen "NoPopUpsOnBoot".
Sie können diesem Eintrag zwei mögliche Werte zuweisen:
0 -> Bildschirmmeldungen zulassen
1 -> keine Bildschirmmeldungen zulassen

 

 

 

Tips rund ums Dateisystem von NT

#1 Konvertieren von FAT nach NTFS

mit dem Befehl: CONVERT z.B. convert c: /fs:ntfs Aber Vorsicht! Eine Rückkonvertierung ist nicht möglich. NT 4.0  unterstützt auch kein FAT32

#2 Defragmentierungstools für NT

PerfectDisk NT von http://www.raxco.com/
Disk Keeper Lite von http://www.diskeeper.com/
O&O Defrag von O&O Software

#3 Lesen von FAT32 unter NT

Standardmäßig kann NT 4.0 keine FAT32-Partitionen lesen. Von den Sysinternals gibt es jedoch die Tools NTFSDOS und FAT32, die in der Sharewareversion nur lesen aber nicht auf die Platte schreiben können.

#4 Partitionsgrößen in NT

Durch FAT können bis zu 2GB, bei VFAT und HPFS können bis zu 4GB und bei NTFS bis zu 16 Exabytes angesprochen werden.

#5 Maximale Größe der NT Bootpartition

Die Systempartition darf nur eine max. Größe von 7,8 GB aufweisen. Beim starten ruft der 13h Interrupt des Computer BIOS den ntldr auf. Es wird vielleicht anfangs auch mit größeren Partitionen funktionieren, aber wenn  der ntldr etwa durch eine Defragmentierung hinter die 7,8 GB Grenze gelangt, kann NT nicht mehr gebootet werden.

#6 Kann man die Erzeugung von Dateinamen nach dem 8.3-Muster abschalten ?

HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\FileSystem\NtfsDisable8dot3NameCreation von 0 auf 1 ändern.

#7 Replikationsdienst einstellen

Für den Verzeichnisreplikationsdienst von Windows NT kann finden sich in der Registrierungsdatenbank mehrere Parameter:

Unter HKEY-LOCAL-MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\Replicator\Parameters finden sich folgende Parameter:

Interval DWORD:
Gibt an, wie oft die zu replizierenden Verzeichnisse auf Veränderung überprüft werden sollen (in Minuten)
Standard: 5 Minuten
Möglich: 1-60 Minuten

GuardTime DWORD:
Gibt an, wie lange ein Verzeichnis unverändert bleiben muß, bevor es repliziert werden darf (in Minuten)
Standard: 2 Minuten
Möglich: 0- (halber Wert vom Eintrag in Interval)

Pulse DWORD:
Legt fest, wie oft die Aktualisierung beim Import-Server erfolgen soll
Standard: 3
Möglich: 9

#8 HPFS unter NT 4.0

HPFS unter NT HPFS ist nicht transaktionsorientiert und deswegen schneller als NTFS. Um es unter NT zu nutzen, benötigen Sie den Treiber ,,pinball.sys" eines Windows NT 3.5 oder 3.51 (,,\i386\pinball.sys"}. Diesen kopieren Sie nach \WinNT\Syslem32\Drivers. Fügen Sie in der Registry den Eintrag "HKEY_LOCAL_MACHlNE\System\CantrolSet001 \Services\Pinbalt" ein. Unter ,,Pinball" fügen nun die folgenden Schlüssel ein:

Schlüssel Datentyp Wert

ErrorControl REG_DWORD 1

Group REG_SZ Boot file system

Start REG_DWORD 1

Type REG_DWORD 2

Nach dem erneuten Booten können Sie HPFS-Partitionen nutzen (aber nicht formatieren, dazu benötigen Sie OS/2!).

 

 

 

Fehlerbehebung

#1 Masterbrowser-Dienst

Normalerweise ist der primäre Domänen Controller auch der Master Browser. Sollte er einmal ausfallen, wird ein neuer Master Browser gewählt. Hierbei gewinnt immer der Rechner mit der höchsten Prorität. Die Arbeitsstationen unter Windows for Workgroups 3.11 oder Windows 95 neigen je nach Installation dazu, von Zeit zu Zeit eine Wahl anzustoßen. Dadurch entsteht Netzwerkverkehr, den man unterbinden kann, indem man die Arbeitsstationen entsprechend konfiguriert. Dazu geht man wie folgt vor:

Windows NT Server: Hier kann in der Registrierungsdatenbank unter HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\Browser\Parameter der Eintrag bei MaintainServerList auf Yes und der Eintrag IsDomainMasterBrowser auf True gesetzt werden.

Windows NT Workstation: Hier kann in der Registrierungsdatenbank unter HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\Browser\Parameter der Eintrag bei MaintainServerList auf No und der Eintrag IsDomainMasterBrowser auf False gesetzt werden.

Windows 95: Hier läßt sich der Master Browser oder auch Suchdienst unter Eigenschaften der Datei-und Druckerfreigabe für Microsoft Netzwerke deaktivieren.

Windows for Workgroups: Hier hilft ein Eintrag in der Datei System.ini unter [Network] namens MaintainServerList = No.

#2 Bios-Power-Management

Bei neueren Bios Versionen, die ein Power-Management beinhalten, kann es vorkommen, daß NT abstürzt. Windows NT versucht permanent, einen direkten Zugriff auf sämtliche Komponenten des Rechners zu haben. Dies ist bei eingeschaltetem Bios-Power-Management nicht gegeben. Deaktiviert man im Bios Power-Management, ist das Problem beseitigt.

#3 Vermeidung von CRC-Fehlern

NT verwendet bei FIFO-gepufferten seriellen Schnittstellen standardmäßig nur 8 Byte für den Empfang und 1 Byte für das Senden. Der FIFO-Puffer ist jedoch 32 Byte groß. Deshalb läßt sich der Zwischenspeicher für jede Richtung auf 16 Byte erweitern.
Ändern:
1. Start RegEdit (regedt32.exe)
2. Gehe zu HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\Serial
3. Werte RxFIFO und TxFIFI auf 16 (dezimal) setzen

#4 Fehlermeldungen bei durch Servicepacks aktualisierten NT-Versionen nach Installationen von der Original CD

Einfach nur die durch die Original CD ersetzten Dateien manuell durch die Service Pack Dateien ersetzen oder das Service Pack neuinstallieren.

#5 Fehlermeldung: Kernel Stack Error

Meist weist sie auf eine defekte Auslagerungsdatei hin. Entweder ist die Datei defekt, oder das Laufwerk auf dem sie gespeichert ist. Einfach über die Systemsteuerung eine neue anlegen.

#6 Beenden von Tasks

Läßt sich eine Applikation nicht mehr ordnungsgemäß beenden, kann diese auch über die Tastaturkombination [Alt Strg Entf] zwangsweise beendet werden. Bevor das geschieht, versucht Windows nochmals, die Anwendung ordnungsgemäß zu beenden. Hat dies keinen Erfolg, erscheint eine Fehlermeldung, daß die entsprechende Anwendung nicht mehr reagiert. Die Zeitspanne, die Windows verstreichen läßt und auf eine Antwort
der Applikation wartet, können Sie über HKEY_CURRENT_USER\Control Panel\Desktop einstellen. Der Parameter HungAppTimeout gibt den Wert in Millisekunden an, bis die Dialogbox mit einer Fehlermeldung erscheint. Voreingestellt ist ein Wert von 5000 Millisekunden, also 5 Sekunden. Wenn Sie mit instabiler Software experimentieren, macht es Sinn, diesen Wert zu reduzieren, um somit schneller eine hängende Applikation
zwangsbeenden zu können. Auf ganz ähnliche Weise können Sie die Zeit definieren, die Windows NT beim Herunterfahren des Systems auf das Terminieren laufender Applikationen wartet. Dazu dient der Parameter WaitToKillAppTimeout, der auf 20 000 Millisekunden, also 20 Sekunden, voreingestellt ist. Nach Ablauf dieser Zeitspanne hängt es vom Parameter AutoEndTasks ab, ob die Applikation automatisch oder erst nach
Rückfrage beim Benutzer zwangsbeendet wird. Als Vorgabe für AutoEndTasks ist der Wert 0 eingetragen, Windows wartet somit auf die Beendigung einer Applikation und gibt eine Fehlermeldung aus, falls dies nicht möglich ist. Tragen Sie den Wert 1 ein, werden hängende Anwendungen automatisch zwangsbeendet - sinnvoll bei Servern, die nach einem Hänger automatisch neu starten sollen.

#7 Aufschlüsseln von Netzwerkfehlermeldungen

Wenn Sie als Fehlercode einen Zahlenwert, eine sog. Ereignis-ID von NT erhalten, können Sie sich diesen in eine »handfeste« Fehlermeldung umwandeln lassen:

NET HELPMSG 1797, wobei »1797« für die Ereignis-ID steht. Allerdings ist es mit diesem Befehl nicht möglich, sich alle Codes aufschlüsseln zu lassen.

#8 Ausfall des PDC´s

Mein primärer Domänen Controller ist ausgefallen. Ich habe noch einen Sicherungs Domänen Controller. Was kann ich tun, damit der Betrieb möglichst normal weiter läuft?

1. Machen sie einen der Backup Domänen Controller zum primären Domänen Controller. Dazu starten Sie den Server Manager und wählen den entsprechenden Sicherungs Domänen Controller aus. Machen Sie ihn mittels <> zum primären Domänen Controller. Die Domäne ist jetzt wieder einsatzbereit.

2. Wenn der alte primäre Domänen Controller wieder in die Domäne aufgenommen werden soll, installiert man ihn entweder als Sicherungs Domänen Controller neu und fügt ihn zur Domäne hinzu, oder man stoppt den Anmeldedienst und wählt im Server Manager Herabstufen zum Sicherungs Domänen Controller. Danach synchronisiert man die Domäne, um den alten PDC wieder auf den neuesten Stand zu bringen.

3. Als letztes wird man auch den alten PDC per <> wieder als PDC einsetzen. Dabei wird automatisch der Übergangs PDC zum BDC zurück gestuft.

Achtung: der RAS - Service wird durch das Anhalten des Anmeldedienstes ebenfalls gestoppt, aber nachher nicht wieder automatisch gestartet. Man sollte also alle Dienste überprüfen.

#9 NTDETECT - Ursache des Absturzes erkennen

Beim Start von NT (auch bei der Installation) führt NT das Programm NTDETCT.COM aus. Das Programm versucht, die installierte Hardware zu erkennen. Bei einigen Rechnern kann es vorkommen, daß NT bei der automatischen Erkennung abstürzt. Da NTDETECT keine Bildschirmausgabe der gefundenen Hardware erzeugt, ist es schwer festzustellen, an welcher Komponente es lag. Dafür hat Microsoft aber auf der CD eine spezielle Debug-Version abgelegt, die alle Informationen auf dem Monitor ausgibt. Löschen Sie die Originaldatei aus Ihrem Installationsverzeichnis oder bei einer Disketteninstallation von der Boot-Diskette und kopieren Sie die Datei NTDETECT.CHK aus dem Verzeichnis »SUPPORT« von der NT-CDROM an deren Stelle. Nun muß nur noch die Datei NTDETECT.CHK in NTDETECT.COM umbenannt werden. Jetzt wird beim Neustart von NTDETCT die erkannte Hardware auf dem Bildschirm ausgegeben und Sie können möglicherweise erkennen, was den Absturz verursachte.

#10 Explorer automatisch neu starten bei abstürzen

Wenn der Explorer abstürzt und der Desktop des Rechners plötzlich leer ist, hilft oft nur eine neue Anmeldung. Man kann den Explorer jedoch veranlassen, automatisch neu zu starten.

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\Winlogon Den Wert AutoRestartShell (REG-DWORD) einfügen bzw. den Wert auf »1« setzen.

#11 Dr. Watson als Hilfe bei NT Abstürzen

Die Hilfe von Dr. Watson kann bei der Diagnose von Fehlern sehr nützlich sein.

1. Start/Hilfe/Index und "Protokolldateien" eingeben und mit ENTER abschließen

2. Wählen Sie "Verwenden von Dr. Watson um Programmfehler zu entdecken." und lassen Sie sich den Eintrag anzeigen.

3. Im neuen Fenster starten Sie Dr. Watson, um eine weitere Hilfeinformationen zu enthalten.

#12 Unerwünschte Router - Aktivitäten unterbinden

Das Protokoll NetBIOS sendet in Verbindung mit IPX ständig Rundsendungen (Broadcasts), die, sobald ein Client nicht antwortet, immer wieder versuchen, diesen doch noch zu erreichen. Das führt bei einigen ISDN Routern automatisch zum Öffnen einer WAN-Verbindung: Das Gerät wählt nach draußen, ohne dafür einen wirklichen Anlaß zu haben.

Um dies zu verhindern, sollten Sie - abhängig natürlich vom Routermodell - in den Konfigurationsmenüs im Bereich der IPX-Einstellungen die NetBIOS Broadcast Replication auf NO setzen.

Damit unterbleiben diese Broadcasts und die WAN-Verbindung wird nicht ungewollt (durch NCP Pakete) geöffnet. Allerdings sind dann entfernte Systeme nicht mehr über NetBIOS zu sehen.

#13 Automatische Notfalldiskette für alle Benutzer anlegen

Das Anlegen einer Notfalldiskette ist nicht nur für NT-Server sinnvoll; auch NT Arbeitsplätze können einmal abstürzen :-). Benutzer haben jedoch oft keine aktuelle Notfalldisktte zur Hand. Das erschwert die Rettung der Daten erheblich.

Doch es gibt eine einfache Methode, für jeden Anwender automatisch eine solche Diskette zu erzeugen. Erstellen Sie dazu eine Stapelverarbeitungsdatei repair.bat mit diesem Inhalt:

%windir%\system32\rdisk /s-
net use x: /delete
net use x: \\Server\Repair$ /persistent:no
if not exist x:\%computername%
md x:\%computername%
copy c:\%windir%\repair\*.*
x:\%computername%\*.*
net use x: /delete
exit

Diese legen Sie im Freigabeverzeichnis Repair$ des Servers ab. Vom Server aus läßt sie sich dann mit dem Kommando at anstoßen. Für den Arbeitsplatzrechner mit dem Namen wsA sähe das etwa so aus:

at \\wsA 01:00 /interactive / every:M,T,W,Th,F \\Server\Repair$\Repair.Bat

Dazu muß der Scheduler im Systemkontext laufen und die Berechtigung haben, mit Arbeitsplätzen unter dem Kontext eines Administrators zu kommunizieren. Verwenden sie dazu einen Robot-Account, der ein Mitglied der Administratorgruppe ist. Der System-Account läßt sich für diese Aufgabe nicht verwenden.

#14 Systemmonitor zeigt keine Plattenparameter an

Der Systemmonitor von Windows NT 4.0 zeigt keine Performance der Festplatte an, selbst wenn deren Anzeige als erstes dem Chart hinzugefügt wird. Wenn Sie das beheben wollen, gehen Sie wie folgt vor:

Wechslen Sie in die Kommandozeile und geben Sie "diskperf-Y" ein. Bestätigen Sie mit "Enter".Anschließend starten Sie den Rechner neu. Jetzt zeigt der Systemmonitor die Lastparameter der Festplatte je nach gewähltem Counter an.

#15 Wiederherstellen des Boot-Sektors

Wenn der Boot-Sektor einer Festplatte beschädigt wird, läßt sich dieser wieder herstellen.

Das geht nur, wenn NTFS als Dateisystem verwendet wird. Das geht nicht bei FAT-Festplatten, da dort keine Kopie des Bootsektors gespeichert wird. NTFS hält dagegen am Ende des logischen Datenträgers eine solche Kopie vor. Voraussetzung für eine Wiederherstellung ist das Vorhandensein des Werkzeugs Diskprobe.Exe, das mit dem Windows NT Resource Kit (Technische Referenz) ausgeliefert wird. Die Vorgehensweise für die Wiederherstellung ist sowohl im Resource Kit als auch im Artikel Q153973 der Knowledge Base beschrieben.

#16 Eine Boot-Diskette erstellen

Um auf ein Windows-NT-System zugreifen zu können, das nicht mehr gestartet werden kann, ist eine Boot-Diskette erforderlich. Solange es sich dabei um eine Festplatte mit dem FAT-Dateisystem handelt, stellt das kein großes Problem dar.

Hier kann einfach eine DOS-Boot-Diskette eingesetzt werden. Da das gleiche Dateisystem wie unter DOS verwendet wird, kann so auf die Informationen auf dem Datenträger zugegriffen werden. Um aber auf eine Festplatte mit dem NTFS zugreifen zu können, müssen Sie einen anderen Weg wählen. Hier ist es erforderlich, daß ein Start von Windows NT mit dem NTFS-Treiber erfolgt. Die Erstellung der Boot-Diskette kann sowohl von Windows NT als auch von DOS oder Windows 9x aus erfolgen. Allerdings sind dafür etwas unterschiedliche Vorgehensweisen erforderlich. Wenn ohne Windows NT gearbeitet wird, muß zunächst eine Kopie der ersten Setup-Diskette von Windows NT erstellt werden. Falls diese nicht vorhanden ist, kann sie mit dem Parameter /ox des Befehls Winnt.Exe erstellt werden. Die Dateien auf dieser Diskette sind dann zu löschen. Anschließend müssen Sie diese Dateien NTDETECT.COM und NTLDR aus dem Verzeichnis I386 auf die Diskette kopieren. Die Datei NTLDR ist anschließend in SETUPLDR.BIN umzubenennen. Der nächste Schritt ist die Erstellung einer BOOT.INI. Diese verweist auf die Windows-NT-Version auf der Festplatte. Voraussetzung ist also, daß selbige noch lauffähig ist. Der beschriebene Ansatz kann nicht bei falschen oder beschädigten Einheitentreibern oder Problemen verwendet werden, die nach dem OSLOADER-Bildschirm (also ab dem blauen Bildschirm) auftreten. Er ist nur für Probleme mit Boot-Sektoren, einem Master Boot Record (MBR) oder Problemen mit den auf die Diskette kopierten Boot-Dateien sowie zur Wiederherstellung bei der Verwendung gespiegelter Festplatten geeignet. Die zu erstellende BOOT.INI hat in der Regel folgende Form:

[boot loader]
timeout=30
Default=scsi(0)disk
(0)rdisk(0)partition (1)\winnt
[operating systems]
scsi(0)disk(0)rdisk
(0)partition(1)\
winnt=“Windows NT“

Falls nicht mit SCSI gearbeitet wird, muß anstelle von scsi(0) der Eintrag multi(0) gesetzt werden. Liegt Windows NT auf einer anderen Partition, ist die entsprechende Information einzutragen. Dabei wird die erste Partition als 0 bezeichnet und weitere Partitionen werden dann fortlaufend numeriert. Nachdem die Diskette in dieser Form vorbereitet ist, kann Windows NT gestartet werden. Dabei wird der erste Teil des Starts von Diskette durchgeführt, bevor dann auf die in der BOOT.INI angegebenen Lokation auf der Festplatte gewechselt wird. Falls die Boot-Diskette von einem Windows-NT-System aus erstellt wird, ändert sich der erste Teil des beschriebenen Vorgangs. Hier wird nur eine Diskette unter Windows NT formatiert. Anschließend kopiert man die beiden Dateien auf die Diskette. Die Datei NTLDR muß dabei gegebenenfalls erweitert werden. Das ist der Fall, wenn sie als NTLDR._ auf der CD vorliegt. Sie kann dann mit Expand NTLDR._NTLDR entpackt werden. Die weiteren Schritte in dem Prozeß sind identisch. Wenn der beschriebene Ansatz nicht funktioniert, sollte mit den Boot-Disketten von Windows NT gestartet werden. Dort sollten Sie die Option Reparieren wählen. Es ist nicht empfehlenswert, beispielsweise mit Tools wie NTFSDOS zu versuchen, Systemdateien in einem NTFS-Dateisystem zu wechseln oder andere Anpassungen vorzunehmen. Diese Vorgehensweise ist allenfalls dann sinnvoll, wenn Sie noch Daten von einer Festplatte „retten“ wollen.

#17 NT-Server Netzwerkmonitor

Ich habe einen Primary Domain Controller (PDC) und einen Backup Domain Controller (BDC) über RAS - ISDN Dial on Demand verbunden, was auch tadellos funktioniert (zwei Elsa ISDN TL Pro Modems, Kanalbündelung, Modem-Pool). Nun herrscht ständig Verkehr auf der Leitung, obwohl die Server nicht beschäftigt sind. Beim Einsatz des Windows NT Server Network Monitor kann ich alle Pakete aufzeichnen, die über die Netzwerkkarte gehen. Bei einem Trace auf den RAS-Anschluß wird allerdings nichts im Logfile protokolliert, obwohl dort definitiv viele Pakete den Port passieren.

Was muß beim Monitoring eines RAS-Ports im Gegensatz zu einer Netzwerkkarte beachtet werden?

Der mitgelieferte Netzwerkmonitor kann nur Pakete mitschneiden, die direkt zur Netzwerkkarte geschickt werden. Im Lieferumfang des SMS-Servers beispielsweise ist ein leistungsfähigeres Tool enthalten. Dieses Utility kann auch den Netzwerkverkehr zwischen zwei beliebigen Knoten im Netz protokollieren.

Die Ursache für den Netzwerkverkehr über die WAN-Leitung liegt allerdings an den NT-Services: Registry Parameter Netlogon

Service: \HKEY_LOCAL_MACHINE\ SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Netlogon\Parameters

- ReplicationGovernor, Default 100, REG_DWORD

Der Wert wird auf dem jeweiligen Backup-Domain-Controller gesetzt.

Im Normalfall werden Daten zwischen dem PDC und dem BDC über einen 128 KBit großen Puffer ohne Rücksicht auf die zur Verfügung stehende Bandbreite ausgetauscht. Dies kann auf einer 64-KBit-Leitung zu Timeouts bei anderen bestehenden Verbindungen führen. Ein Herabsetzen auf beispielsweise den Wert 50 bewirkt den Datenaustausch über 64-KBit-Puffer und eine Verzögerung der Übertragungsgeschwindigkeit auf 50 Prozent der zur Verfügung stehenden Bandbreite. Zu niedrige Werte haben zur Folge, daß BDC und PDC nicht mehr synchron laufen.

- Pulse, Default 300, REG_DWORD

Der Wert in Sekunden kann zwischen 60 und 3600 konfiguriert werden. Er definiert die Häufigkeit, mit der ein PDC die SAM-Datenbank (Security Account Manager) prüft und dem Backup-Domain-Controller Informationen über Änderungen zukommen läßt.

- Pulse Maximum, Default 7200, REG_DWORD

Der Wert in Sekunden - minimal 60, maximal 86.400 (24 Stunden) - gibt die Zeitspanne an, in der ein PDC die BDC über den Status informiert, auch wenn keine Änderungen vorliegen.

Registry Parameter Browser Service:

HKEY_LOCAL_MACHINE\ System\CurrentControlSet\Services\LanmanServer\Parameter\

- Announce, Default 720, 240 bei einer Standardinstallation, REG_DWORD

Dieser Wert gibt in Sekunden an, in welchen Abständen der Master-Browser über die freigegebenen Ressourcen informiert wird. Um im Netzwerk einen Effekt zu erzielen, muß dieser Wert auf jedem Windows-NT-System gesetzt werden, das über den Server-Dienst Ressourcen (Drucker, Shares) zur Verfügung stellt. Dieser Registry-Bereich besteht in der Regel nur aus wenigen Einträgen. Um eine weitgehend vollständige Liste der Registry-Parameter zu erhalten, können Sie auf dem Command-Prompt folgenden Befehl eingeben:

NET CONFIG SERVER /HIDDEN:NO

HKEY_LOCAL_MACHINE\ System\CurrentControlSet\Services\Browser\Parameter\

- MaintainServerList, Default Yes (Server), Auto (WS)

Der Wert legt die Rolle des NT-Systems als Browser fest.

- IsDomainMaster, No (Default), True, Yes, False

Wird Wert auf True, Yes gesetzt, so gewinnt der Knoten aufgrund der hohen Priorität bei der „Browser Election“ und wird Master-Browser.

- MasterPeriodicity, Default 900, 15 min, REG_DWORD

Der Wert legt in Sekunden fest, wie oft der Master-Browser Verbindung mit dem Domain-Master-Browser aufnimmt; aus eben diesem Grund wichtig bei WAN-Verbindungen.

- BackupPeriodicity, Default 720, REG_DWORD

Der Wert legt in Sekunden fest, wie oft ein Backu-Browser mit einem Master-Browser Verbindung aufnimmt.

Die letzten beiden Werte sind maßgeblich für den WAN-Verkehr verantwortlich und können erhöht werden. Dies sollte allerdings nur schrittweise erfolgen, da ansonsten Netzwerkfehler auftreten können. Probleme entstehen womöglich auch in den Browsing-Services (Netzwerkumgebung). Dort kann es dann unter Umständen sehr lange dauern, bis Rechner angezeigt werden. Durch die Erhöhung dieser Wert wird die Zeitspanne vergrößert. Parametereintragungen von zirka einer Stunde (das Vierfache der oben angegebenen Werte) haben gute Erfolge erzielt.

Freigaben im Peer-to-Peer-Netz

Wir haben ein Peer-to-Peer-Netzwerk mit Windows-95- und NT-4.0-Rechnern. Auf jeder Station wurden Freigaben erstellt. Bei den NT-Arbeitsplatzstationen (Festplatte nach NTFS konvertiert) wird eine Benutzerabfrage durchgeführt, und der Anwender kann von NT aus auf Windows-95-Shares zugreifen. Von den Windows-95-Arbeitsplatzstationen sieht man die NT-Rechner und deren Freigaben. Bei einer Verbindung erhält der Anwender aber die Fehlermeldung: „Falsches Kennwort“, obwohl das Kennwort stimmt.

Sie müssen das Benutzerkonto, mit dem sich der Anwender unter Windows 95 anmeldet, auch unter Windows NT mit dem identischen Paßwort erstellen.

 

 

 

Tips für eine erfolgreiche Installation

#1 Gleichzeitige Installation eines Hot-Fixes mit einem Service Pack

Die Datei Update.exe sucht nach dem Verzeichnis Hotfix welches die Dateien Hotfix.exe und Hotfix.inf enthält. Dazu muß man die Service Pack Datei z.B.: nt4sp3_i.exe extrahieren mit dem Befehl: nt4sp3_i.exe /x. In dem neu erzeugten Verzeichnis dann ein Unterverzeichnis Hotfix erstellen und die 2 Dateien hineinkopieren.

#2 Installationsparameter von NT

Am einfachsten Bootet man direkt von der CD oder startet von den Disketten. Wenn man aber als Quelle nur ein Netzlaufwerk zur Verfügung hat geht folgende Zeile: winnt.exe /x /b
winnt386.exe kann übrigens nur aus NT gestartet werden.

#3 Entfernen des Dual-Boot nach dem Entfernen von NT

An der Eingabeaufforderung eingeben: fdisk /mbr um den Master Boot Record auszutauschen.

Löschen einer zweiten Version im Bootmanager nach einer Neuinstallation von NT

Die Datei Boot.ini im Root-Verzeichnis editieren. Man muß nun zwei Zeilen entfernen, i.d.R. die ersten zwei Zeilen nach [boot].

#4 Plug & Play Treiber installieren

NT enthält einen PnP-Karten Treiber (PnP ISA Enabler Driver). Dieser wird jedoch nicht automatisch installiert. Legen Sie die Windows-NT-CD-ROM ein, wechseln in das Verzeichnis »DRV-LIB\PNPISA\ X86«, klicken die Datei »PNPISA.INF« mit der rechten Maustaste an und wählen »Installieren«. Nach dem Neustart werden PnP-Karten erkannt.

#5 NT 4 auf neuen Pentium-II/III Systemen installieren

Bei einigen neuen Pentium-II-Systemen kann die Installation von Windows NT 4.0 (Server oder Workstation) für böse Überraschungen sorgen. Wenn das System nach Abschluß des ersten Installationsabschnitts neu starten soll, kommt es bei vielen neueren Pentium-II-Systemen zur Fehlermeldung "NT Detect: Fehler bei der Hardwareerkennung" und das System bootet nicht weiter.

Schuld daran ist der Accelerated Graphics Port (AGP) der neuen Motherboards (speziell auf BX-Boards mit aktuellem Bios), den NT 4.0 in der Urversion nicht kennt. Erst nach der Installation des Service-Pack 3 unterstützt NT auch AGP. Die meisten Anwender benutzen zur Installation jedoch eine NT-CD ohne Service-Pack; dieses richten sie erst nachträglich von einem eigenen Datenträger ein.

Um NT trotzdem installieren zu können, gehen Sie so vor: Vor der Installation extrahieren Sie die Dateien ntdetect.com und ntldr aus dem Service-Pack 3; alternativ können Sie auch die beiden Dateien aus der Beta-Version von Windows 2000 verwenden. Diese Dateien kopieren Sie dann zusammen mit attrib.exe auf eine DOS-Boot-Diskette.

Nach dem ersten Teil der Installation von NT4 starten Sie das System von dieser Diskette, entfernen mit attrib.exe den Schreibschutz der beiden Dateien ntdetect.com und ntldr und überschreiben die NT-Systemdateien auf der Festplatte mit den Versionen von der Diskette. Diese Prozedur funktioniert auch dann, wenn Sie NT auf einer neu angelegten NTFS-Partition installieren möchten, da zunächst ein FAT-Datenträger eingerichtet wird, der erst beim ersten Systemstart von der Festplatte konvertiert wird.

#6 Probleme mit WINNT /0

Bei der Verwendung von Setup-Disketten, die mit WINNT /0 erstellt wurden, kann es bei der Installation zu einer Fehlermeldung kommen.

Diese weist darauf hin, daß die Partition mit den temporären Dateien für die Installation fehlt. Jene Dateien werden vom MS-DOS-basierenden Teil der Installation kopiert. Der Speicherort dieser Dateien wird in der Datei WINNT.SIF, die sich auf der zweiten Setup-Diskette findet, festgelegt. Hier kann es bei der Erstellung von Disketten mit WINNT /0 zu Fehlern kommen, weil eine falsche Lokation eingetragen wird. Die einfachste Problemlösung ist die Erstellung von Setup-Disketten mit WINNT /0X.

#7 NT-Server erhält kein USV-Signal

Unter Windows NT Server 4.0 wird eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) von APC, Modell Smart UPS 1000, betrieben. Folgende Hard- und Software-Komponenten sind dafür im Einsatz: APC Interface Expander (AP9607), APC Remote Management Interface, Call UPS II, extern (AP9208), ohne Netzteil, da für dieses Modell nicht nötig.

Der NT-Server 1 (Master) hängt an Call UPS II (Monitoring-Port), NT-Server 2 am Interface-Expander-Port 2 mit dem Originalkabel. Bei der Powerchute-Plus-Software wurde in der Datei BOOT.INI folgender Eintrag vorgenommen: NoSerialMice:COM1

Der NT-Server 2 bekommt über COM1 keine Verbindung zur USV. Wie sieht eine korrekte Konfiguration aus, bei der auch der zweite NT-Server ein Signal von der USV erhält?

Den Master-Server verbinden Sie mit der USV direkt über das schwarze „Smart Cable“ (AP940024c). Den zweiten NT-Server verbinden Sie anschließend mit dem Interface Expander und dem grauen „Simple Cable“ (AP940020b). In der INI-Datei der Powerchute-Software stellen Sie „Signaling Type = simple“ ein und überprüfen die Anschlußeinstellungen:

2400 Baud, 8N1, Protokoll Xon/Xoff, in „Erweitert“ „No FIFO“ wählen, dann Backup USV einstellen. Anschließend kommt das Signal auch zum zweiten NT-Server.

 

 

 

Internet/ DFÜ-Netzwerk

#1 T-Online Zugang via DFÜ/PPP

Der Benutzername setzt sich zusammen aus: Anschlußkennung + T-Online-Nr + Mitbenutzernummer
die T-Online-Nr. muß mit dem Zeichen: # abgeschlossen werden, wenn sie weniger als 12 Zeichen enthält.
z.B. 000340007639+0733112345#+0001

Mails abholen und verschicken:
mailto.btx.dtag.de (smtp-server)
pop.btx.dtag.de (pop3-server)
Benutzername: Mailadresse ohne Server

Tel.-Nr.: 0191011

#2 RAS: Paketgröße einstellen

Die Paketgröße bei RAS-Verbindungen liegt standardmäßig beim zulässigen Maximum von 1514 Byte. Bei sehr schlechten Telefonleitungen kann es sinnvoll sein, diesen Wert zu verringern: Starte den Registrierungseditor (regedit.exe oder regedt32.exe) und wähle den folgenden Teilschlüssel aus:
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\AsyncMac\Parameters. Dort muß der Wert des Eintrags MaxFrameSize (Typ REG_DWORD) entsprechend angepaßt werden, wobei 576 Byte (Hexadezimal: 240) das Minimum darstellen sollte. Starte den Rechner neu, damit die Änderungen wirksam werden.
Es soll nicht unerwähnt bleiben, daß durch Verringern der Frames natürlich die Datendurchsatzrate sinkt, so daß diese Modifikation nur bei wirklich schlechten Wählverbindungen angewendet werden sollte.

#3 RAS: Zeitpunkt für Call-Back verzögern

Insbesondere bei Verwendung eines Modems für den RAS-Rückruf kann es Probleme geben, wenn der für den Call-Back konfigurierte RAS-Server zu schnell zurückruft und das Modem noch nicht wieder neu initialisiert ist. Das ist zwar kein Problem, denn die Wartezeit für den Rückruf kann man beim RAS-Server einstellen, es gibt allerdings ein recht unbekanntes Feature, womit der RAS-Client dem Server kurzzeitig eine neue Wartezeit vorschreiben kann:
Starte den Registrierungseditor (regedt32.exe) und wähle den folgenden Teilschlüssel aus:


HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\RasMan\PPP Füge einen Werteintrag vom Typ REG_DWORD mit der Bezeichnung DefaultCallbackDelay hinzu. Hier kann man nun durch Eintragen eines Wertes
(dezimal) von 1...255 die Anzahl der Sekunden bestimmen, die der RAS-Server für seinen Rückruf warten soll.

#4 Beschleunigung von TCP/IP

Durch Erhöhung der Paketgröße läßt sich in großen Netzen mit sehr hoher Bandbreite oder sehr hohen Latenzzeiten die Geschwindigkeit das Datentransfers beschleunigen. Registrierungseditor starten. Finden Sie  KEY_LOCAL_MACHINE\ System\ CurrentControlSet\ Services\ Tcpip\ Parameters und erstellen dort einen neuen Eintrag mit dem Namen: "TcpWindowSize" (Typ: DWORD). Dieser Wert gibt an, wieviel Bytes empfangen werden können, bevor eine Bestätigung zurückgesendet wird. Standardmäßig liegt dieser Wert bei ca 8760 (hängt von der verwendeten Netzwerkkarte ab). Es ist möglich diesen Wert bis auf 65535 zu erhöhen. Gültige Werte sind ganzzahlige Vielfache von "Maximum Segment Size"  (bei Ethernet beträgt MMS 1460)

 

 

 

MS-DOS/ 16-Bit Applikationen

#1 Wie verhindert man die Erzeugung von langen Dateinamen auf einer FAT-Partition ?

HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\FileSystem\Win31FileSystem  von 0 zu 1 ändern

#2 Sicher kompatibel

Wer mit verschiedenen Win16-Anwendungen arbeitet und weiß, daß eine von ihnen relativ häufig abstürzt und damit auch alle anderen Win16-Anwendungen in den Tod reißt, kann das gefährliche Programm von den anderen abschotten. Hierzu wählt man die Verknüpfung des Programms (in der Taskbar), öffnet mit der rechten Maustaste die Eigenschaften und aktiviert das Kontrollkästchen Getrennter Speicherbereich. Umgekehrt kann man auf diese Weise ein einzelnes Programm gezielt gegen den Absturz anderer sichern.

#3 16-Bit Anwendungen separate Speicherbereiche zuweisen

Wenn auf einer Maschine viele 16-Bit-Anwendungen laufen kann es sinnvoll sein, jeder einen eigenen Speicherbereich zuzuteilen. Dies sollte aber nur bei Maschinen mit ausreichend RAM erfolgen. In der Registry ändert man dazu den Schlüssel defaultSeparateVDM im Zweig HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\WOW auf den Wert Yes.

#4 Umgebungsspeicher für DOS vergrößern

Eine Vergrößerung des DOS-Umgebungsspeichers kann dann sinnvoll und notwendig sein, wenn eine DOS-Anwendung mit vielen Shellvariablen arbeitet. Aufgrund der nicht vorhandenen config.sys / autoexec.bat unter Windows NT muß der Shell-Eintrag in der Datei config.nt vorgenommen werden: shell=%windir%\system32\command.com /p /e:[Größe]. Für [Größe] wird der entsprechende Wert eingetragen, der dann für alle DOS-Anwendungen gilt.

 

 

NT & Multimedia

#1 DirectX

Nach der Installation von Windows NT 4.0 mit dem Service-Pack 3 steht nur ein DirectX 3.0a zur Verfügung. Dieses reicht bei den neusten und aktuellsten Spielen zumeist nicht mehr aus, da diese ein DirectX 5.0 verlangen. Durch das Internet geistert seit geraumer Zeit ein inoffizieller Update-Patch, welcher eine DirectX 5.0-Beta auf NT 4.0 installiert. Die Datei trägt den Namen "nt4dx5.zip" (ca. 2,1 MB) und ist z.B. auf diesen FTP-Servern verfügbar:
ftp://ftp.cix.co.uk/mirrors/ftp.cdrom.com/pub/quake/telefragged/drivers/nt/nt4dx5.zip ftp://ftp.ecotarn.fr/utils/directx/directx5 oder NT4/nt4dx5.zip
In dieser Datei sind einige DLL- und EXE-Dateien enthalten, sowie eine Datei "directx.cpl", welche das Systemsteuerungsmodul für DirectX zur Verfügung stellt. Diese Dateien müssen nur in das System32-Verzeichnis des Windows NT-Wurzelverzeichnisses kopiert werden. Eine genaue, englische Installationsanleitung ("README.txt") wird mitgeliefert.

#2 Nt4 & USB

NT 4.0 unterstützt kein USB, erst die Version Windows 2000

 

 

 

Tips rund um die Optimierung

#1 Verbundene Netzlaufwerke nicht sofort mounten

Verbundene Netzlaufwerke nicht sofort mounten, sondern erst bei Zugriff
Key: HKLM/System/CurrentControlSet/Control/NetworkProvider Parameter: RestoreConnection auf »0« stellen.

#2 Auswertung der Autoexec.bat verhindern

Auch wenn Windows NT 4.0 nicht mehr auf die Startdatei autoexec.bat angewiesen ist, so werden von hier dennoch einige Angaben übernommen, wie beispielsweise SET- und PATH-Einstellungen. Um die Auswertung der autoexec.bat zu umgehen, suchen Sie zunächst nach dem Eintrag HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\WindowsNT\CurrentVersion\Winlogon Tragen Sie einen Schlüssel mit dem Datenformat REG_SZ und der Bezeichnung ParseAutoexec ein und setzen diesen auf den Wert 0, wird die autoexec.bat ignoriert.

#3 Speicherreservierung für Dateisystemoperationen

Windows NT 4.0 reserviert standardmäßig 512 Byte für Dateisystemoperationen. Da heutzutage Hauptspeicher zumeist ausreichend zur Verfügung steht, kann ein größerer Wert die Performance verbessern:
Starte den Registrierungseditor (regedit.exe oder regedt32.exe) und wähle den folgenden Teilschlüssel aus:

HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Control\Session Manager\Memory Mangement
In dem Werteintrag IoPageLockLimit (Typ REG_DWORD) wird der zu reservierende Speicher für Dateisystemoperationen angegeben. Folgende Werte werden empfohlen:
Hauptspeicher (MByte) IoPageLockLimit
32 4096 (Hex: 1000)
64 8192 (Hex: 2000)
128 16384 (Hex: 4000)
256 65536 (Hex: 10000)

#4 Kernel-Mode-Programmcode nicht auslagern

Laufen sehr viele Tasks auf einer Windows-NT-Maschine mit vergleichsweise wenig RAM, so kann es vorkommen, daß auch Teile des Kernels ausgelagert werden. Dies kann sich jedoch nachhaltig negativ auf die Performance auswirken. Daher ist es möglich, die Auslagerung von User-Mode- und Kernel-Mode-Treibern sowie Kernel-Mode-Systemcode zu unterbinden. Die Einstellung erfolgt über den Schlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Control\Session Manager\Memory Management und dort über den Wert von DisablePagingExecutive. Tragen Sie hier den Wert 1 ein, so wird der Systemcode im RAM gehalten und niemals ausgelagert. Voreingestellt ist 0, womit ein temporäres Auslagern erlaubt wird.

#5 Priorität für Druckaufträge herabstufen

Unter Windows NT 4.0 werden keine Hardware-Interrupts zum Drucken verwendet, für jeden Druckauftrag wird statt dessen ein separater Thread gestartet. Bei sehr großen Druckaufträgen kann dies die Systemleistung negativ beeinträchtigen. Über die Registrationsdatenbank kann die Priorität von Druckaufträgen geändert werden. Suchen Sie hierfür nach dem Eintrag HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Control\Print und tragen Sie bei PortThreadPriority (Default THREAD_PRIORITY_NORMAL) den Wert THREAD_PRIORITY_BELOW_NORMAL ein.

#6 Cache vergrößern

Sie können in der Registry die Größe des Cache von WinNT 4.0 vergrößern.
Registrierungseditor starten.
HKEY_LOCAL_MACHINE\ System\ CurrenetControlSet\ Control\ Session Manager\ Memory Management
Nach dem Binärwert "LargeSystemCache" suchen und den Wert auf 1 ändern.
Windows NT 4.0 verwendet von nun an einen größeren Cache.

#7 Prioritäten für Anwendungen verschieben

In der Grundeinstellung erhalten die Prozesse im Vordergrund die meiste Rechenzeit (schlecht z.B. für Downloads im Hintergrund).
Ändern:
- Klick mit rechter Maustaste auf Arbeitsplatz
- Eigenschaften auswählen
- Register Leistungsmerkmale
- Schieberegler in der Mitte plazieren

#8 Splitten der Auslagerungsdatei bei mehreren Platten

Bei mehreren Platten unbedingt das Swapfile splitten. Da der Controller dann in die Auslagerungsdatei der Platte schreibt und aus ihr liest, auf der gerade die Aktivitäten stattfinden. Aber NIE das Swapfile auf verschiedene Partitionen einer Platte aufteilen (das bremst gar mächtig)!

#9 Multiprozessor

Wenn man einen Prozessor nachträglich hinzufügt muß man den Befehl: uptomp.exe vom NT Ressouce Kit verwenden. NT unterstützt bis zu 4 Prozessoren.

#10 Wie kann ich ein Stripe Set erstellen ?

In einem Stripe Set kann man unter NT Workstation und Server den ganzen unbenutzten Festplattenplatz von einer oder mehreren Festplatten zu einem einzelnen großen Laufwerk zusammenfassen. Um ein Stripe Set zu erstellen öffnet man den Festplatten-Manager. Dann markiert man mit gedrückter STRG-Taste alle gewünschten unpartitionierten Bereiche der Festplatte(n). Wenn alle markiert wurden, wählt man aus dem Menü Partition den Punkt Stripe Set erstellen. Dann kann man die gewünschte Größe angeben und bestätigt die Auswahl. Alle zum Stripe Set gehörenden Teile werden nun gelb dargestellt. Nach einem Reboot kann das Laufwerk dann formatiert werden. Dazu sollte NTFS gewählt werden, da DOS oder Windows 95 das Laufwerk ohnehin nicht lesen können. NT-Workstation unterstützt nur Raid Level 0 d.h. ein Zusammenschalten von zwei oder mehreren physikalischen Platten zu einen logischen Laufwerksbuchstaben. Die Kapazität errechnet sich durch addieren der physikalischen Plattengrößen.

NT-Server kann da schon wesentlich mehr, denn es ist für Sicherheit konzipiert, daher Unterstützt es zusätzlich Raid Level 1 und 5. Raid Level 1 ist eine Spiegelung der Platten wobei der Inhalt von zwei Platten identisch miteinander ist. Bei Raid 5 werden die Dateninformationen verteilt mit Paritätsbits auf mind. 3 Platten geschrieben und es entsteht kein Datenverlust , falls eine Platte ausfällt. Normalerweise ist dies nur mit teuren Hardwarecontrollern möglich, aber mit kleinen Performanceeinbußen muß hierbei schon rechnen.

#11 Verzeichnis für Installationsdateien festlegen

Wenn man die Installationsdateien von Windows NT (meist Verzeichnis i386) auf der Festplatte gespeichert hat, kann man NT die Position einfach mitteilen. Dazu wird in der Registrierdatenbank im Zweig HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\Current Version\Setup der Schlüssel SourcePath angepasst.

#12 Dienste manuell löschen

Manche nicht mehr benötigte Programme hinterlassen ihre Einträge in der Dienstetabelle. Um diese zu löschen, sucht man den Dienst in der Registry unter HKEY_LOCAL_MACHINE/ SYSTEM/CurrentControlSet/ Services. Anhand der Schlüssel sind auch die Dateien erkennbar, die zur Ausführung des Dienstes nötig sind. Diese werden dann gegebenenfalls manuell gelöscht.

#13 Optimale Festplattenkombination

Hardware RAID-0

Die Aufteilung der Festplatten ist ein wichtiger Punkt, wenn es um Geschwindigkeit geht. Ernsthafte Überlegungen sind allerdings nur nötig, wenn man mehr als eine Festplatte im PC hat. Für eine optimale Installation ist auf jeden Fall Raid 0 notwendig. Nur mit einer Hardwarelösung (beispielsweise von Adaptec, ICP Vortex oder Mylex) ist es möglich, NT von so einem Stripeset auch booten zu lassen. Da entsprechende SCSI-Adapter aber die 1000-Mark-Schallmauer zum Teil deutlich überschreiten, sind sie definitiv nur für Höchstleistungs-Workstations und Server empfehlenswert.

Software RAID-0

Interessanter für Standard-PCs ist die NT-interne Software-Raid-0-Lösung. Dabei kommt zum Beispiel auf einem PC mit zwei 6-GByte-Festplatten die NT-Systempartition auf einen Teil der ersten Platte (beispielsweise die ersten 2 GByte), der Rest (4 GByte) wird mit einer 4-GByte-Partition auf der zweiten Festplatte zu einem Stripeset verbunden
(die im Stripeset verknüpften Partitionen der verschiedenen Festplatten müssen gleich groß sein). Im Beispiel ergibt sich also eine 8-GByte-Datenpartition. Auf den
verbleibenden 2-GByte-Teil der zweiten Festplatte kommt das Swapfile (dazu gleich mehr). Bei diesem Raid-0-Aufbau ist unbedingt zu beachten, daß beim Ausfall auch nur einer Platte das komplette Stripeset verlorengeht. Sollen die Daten im performancesteigernden Stripeset zusätzlich redundant abgelegt werden, ist Raid 0+1 (gespiegeltes Stripeset, manchmal auch Raid 10 genannt) für Workstations und Raid 5 (Redundanz über Prüfsummen) für Server die beste Wahl. Eine gute Übersicht über die verschiedenen Raid-Level zeigt der Controllerhersteller ICP Vortex auf

#14 Virtueller Speicher: Wo und wieviel?

Wenn sich im PC mehr als eine Festplatte befindet, sollte das Swapfile immer auf einer anderen als der Systemplatte zu liegen kommen. Weiter ist die Zielpartition zu defragmentieren (siehe »NTFS-Defrag-Tools«) und für das Swapfile eine identische Ober- und Untergrenze anzugeben. Damit erspart man NT das dynamische Ändern des Swapfiles. Soll aus Platzgründen kein Swapfile fester Größe verwendet werden, stellt sich die Frage nach der optimalen Anfangsgröße. Dazu merke sich der Anwender nach dem Booten am Morgen die zugeteilte Anfangsgröße (Systemsteuerung/Leistungsmerkmale/Virtueller Arbeitsspeicher ändern). Am Abend sieht man sich die Größe des Swapfiles an. Ist dies größer als der gemerkte Wert, sollte die Anfangsgröße angepaßt werden. Hat man auf diese Weise die Mindestgröße auf die durchschnittliche Größe eingestellt, gibt man mindestens 12 MByte für die Obergrenze dazu. In vielen Büchern zu NT findet man im Kapitel »Virtueller Speicher« den Hinweis, niemals das Swapfile auf C: zu löschen, sondern auf anderen Platten ein weiteres anzulegen. Es gibt allerdings nur einen Grund, diesem Rat zu folgen: wenn NT im Falle eines BSOD (»Blue Screen Of Death«) Debug-Informationen speichern soll. Kann man auf diese Programmiererinfos verzichten, sollte man das Swapfile auf C: löschen und das auf der anderen Platte als einziges verwenden.

#15 NTFS Arbeit abnehmen

Wenn Sie mit dem Explorer oder auch via Kommandozeile (Kommando dir) Ordner der Festplatte durchforsten, aktualisiert NTFS den LastAccess time stamp jedes Objektes. Um diesen überflüssigen Vorgang zu unterbinden, muß in der Registry unter HKEY_LOCAL_MACHINE\ SYSTEM\CurrentControlSet\ Control\FileSystem der Dword-Schlüssel NtfsDisableLastAccessUpdate hinzugefügt werden. Auf 1 gesetzt verhindert dieser Eintrag das Timestamp-Update.
2nd-Level-Cache erkennen. Es kann passieren, daß NTs HAL (Hardware Abstraction Layer) beim L2-Cache alles über 256 KByte ignoriert, was zu Performanceeinbußen führt. Wenn Sie genau wissen, wieviel L2-Cache Ihr System aufweist, sollten Sie NT dies mitteilen. In der Registry findet sich unter HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\ Control\Session Manager\Memory Management der Dword-Eintrag SecondLevelDataCache. Dessen Wert beträgt höchstwahrscheinlich 0, was bedeutet, daß NT die Cachegröße selbst entdecken soll. Anstatt der Null ist die dezimale tatsächliche Größe des L2-Caches anzugeben, beispielsweise 512.

#16 Kein Bios-Shadowing

Auch moderne Bios-Versionen bieten die Möglichkeit, Routinen aus dem langsamen ROM ins deutlich schnellere RAM zu kopieren. Was unter DOS und auch unter Windows 9x teilweise Sinn macht, ist unter NT eine Bremse, denn NT verzichtet gänzlich auf Bios-Zugriff (mit Ausnahme des Bootvorganges). Ist das Shadowing aktiviert, bedeutet dies weniger verfügbares Speicher und damit Performanceverlust. Also alle Shadow-Einstellungen auf Disabled stellen.

#17 Popup-Zeit des Menüs variieren

Wenn Sie den Mauszeiger über Menüpunkte ziehen, dauert es immer einen kleinen Moment, bis das entsprechende Folgemenü aufklappt. Das können Sie durch einen kleinen Zusatzeintrag in der Registrierung ändern: Starten Sie den im Windows-Verzeichnis befindlichen Registrierungseditor. Suchen Sie nach hkey_current_user, und dann nach control panel und desktop. Hier erstellen Sie einen neuen Eintrag namens MenuShowDefault. Weisen Sie ihm einen Wert zwischen 1 und 10 zu, wobei 1 die kürzeste Reaktionszeit darstellt. Systemneustart nicht vergessen!

#18 schnelleres Arbeiten unter NT-Server

Bei der Benutzung eines NT Servers als Arbeitsplatz fällt auf, daß dieser langsamer arbeitet als eine Windows NT Workstation. Davon mal abgesehen, daß man diese Vorhehensweise eher nicht beschreiten sollte, gibt es eine Möglichkeit für die Beschleunigung der Geschwindigkeit:

Wechseln Sie in die Systemsteuerung, wählen Sie das Icon Netzwerk, dort Karteikarte Dienste wählen. Wählen Sie den Eintrag Server in der Auswahlliste und bearbeiten Sie dessen Eigenschaften. Bedenken Sie bei dieser Vorgehensweise, daß die Funktionalität des Servers verlangsamt wird.

„Minimize Memory used“: Dem NT-Server-Dienst werden minimale System-Ressourcen zur Verfügung gestellt. Das System ist optimiert für lokal genutzte Applikationen und sollte nicht für mehr als zehn gleichzeitig angemeldete User zur Anwendung kommen.

„Balance“: Das System ist für 10 bis 64 User optimiert.

„Maximize Troughput for Filessharing“: Die Prioritätenverteilung des „File Cache Access“ wird über die „User’s Application Access“ gesetzt. Für dezidierte File-Server ab 64 User, die Standardeinstellung unter NT.

„Maximize Troughput for Network Applications“: Die Prioritätenverteilung im Speicherzugriff wird primär Client-Server-Applikationen ohne eigene Speicherverwaltung zugeordnet.

#19 Programm mit höherer Priorität starten

Es gibt die Möglichkeit, Programme mit einer anderen Priorität zu starten als üblich. Allerdings kann dieses die Systemleistung beeinträchtigen. Die Prioritäten reichen von 0 bis 31.

0 bis 15 werden von dynamischen Applikationen (z.B. Benutzer Programmen oder die meisten der Aufgaben des Betriebsystems) verwendet. 16 bis 31 werden von Real-Time-Applikationen (wie dem Kernel), die nicht in die Auslagerungsdatei geschrieben werden sollten, verwendet. Die normale Priorität ist Level 8 (NT 3.51 Level 7).

Die komplette Liste:
Echtzeit | Priorität 24
Hoch | Priorität 13
Normal | Priorität 8
Niedrig | Priorität 4

Um eine Applikation unter einer anderen Priorität als der Standard Priorität zu starten, geben Sie am Prompt folgendes ein:

»start /priorität Applikation (z.B. »start /high winword«)

Vorsicht: Wenn Sie Programme mit der Priorität Hoch starten, kann das die Systemleistung des Rechners nachteilig beeinflussen oder sogar zum Absturz führen, und anderen Programmen weniger I/O-Zeit zur Verfügung stellen.

Um Programme mit /Echtzeit zu starten, müssen Sie als Benutzer mit Administratorrechten angemeldet sein. Um die Priorität laufender Programme zu ändern, benutzen Sie den Task-Manager:

- Starten Sie den Task-Manager (rechter Mausklick auf die Task Leiste und Task-Manager auswählen)
- Klicken Sie Prozesse an,
- rechter Mausklick auf den Prozeß (Programm), den Sie verändern möchten,
- wählen Sie »Priorität festlegen«,
- wählen Sie die gewünschte Priorität,
- schließen Sie den Task-Manager.

Es ist auch möglich, die Priorität des jeweils im Vordergrund laufenden Programmes im Verhältnis zu denen im Hintergrund zu verändern.

- Starten Sie die Systemeigenschaften (über Start, Einstellungen, Systemsteuerung, System)
- Wählen Sie »Leistungsmerkmale«
- Bewegen Sie den Pfeil bei »Ausführung von Anwendung«. Die dortigen Einstellungen bewirken folgendes:

Keine - die Vordergrundanwendung hat die standardmäßige Priorität
Mittel - die Priorität der Vordergrundanwendung wird um einen Punkt erhöht
Maximal - die Priorität der Vordergrundanwendung wird um zwei Punkte erhöht (z.B. von 08 auf 10).

#20 Lästige „Print-Events“ aus dem Eventlog verbannen

In unserem LAN befinden sich zwei NT-Server, die als Logon-, Applikations-, File- und Printserver fungieren. Das „System-Event.log“ wird dabei von erfolgreichen „Print-Events“, deren Informationsgehalt gen Null strebt, überschwemmt, so daß systemwichtige Meldungen des öfteren übersehen worden sind. Gibt es die Möglichkeit, „Print-Events“ aus dem „Event-log“ zu verbannen?

Fügen Sie unter dem Schlüssel „System\Current Controll Set\Control\Print\Providers“ über das „Editormenue“ folgenden Value hinzu:

Value Name: Eventlog; Data Type: REG_DWORD; String: 0

Nach Neustart des Systems werden erfolgreiche „Printjobs“ nicht mehr im „Eventlog“ dokumentiert.

 

 

 

Sonstiges

#1 Regedit vs Regedit32

Bei Windows NT 4.0 stehen gleich zwei Editoren zur Bearbeitung der Registry bereit: der von Windows 95 bekannte Regedit sowie der NT-spezifische Regedit32. Mit beiden Editoren können Sie Einträge in der Registry ändern, jedoch unterscheiden sich die Editoren in zahlreichen Details: Regedit stellt die Registry in nur einem einzigen Fenster mit ausklappbaren Zweigen dar, bei Regedit32 wird dagegen jeder Schlüssel in einem separaten Fenster angezeigt. Operationen wie die Suche nach Schlüsseln können Sie mit Regedit über die gesamte Registry laufen lassen, während dies bei Regedit32 nur im jeweils aktiven Fenster möglich ist. Auf der anderen Seite können Sie mit Regedit32 auch einzelne Unterschlüssel – zum Beispiel standardisierte Benutzerprofile – speichern und bei einem neu einzurichtenden Arbeitsplatz wieder einspielen. Der Aufruf der Editoren erfolgt wie gewohnt über die Taskbar und die Funktion Start – Ausführen. In die Dialogbox tragen Sie regedit respektive regedt32 zum Aufruf des jeweiligen Editors ein. Alternativ dazu können Sie auch eine Verknüpfung auf dem Desktop oder in der Startleiste ablegen. Rededit finden Sie direkt im Windows-Verzeichnis, Regedit32 im Unterverzeichnis Windows\System32\.

#2 Versteckten Server erzeugen

Um einen Server so zu verstecken, daß der über den Browser der Netzwerkumgebung nicht angezeigt wird, ist nicht viel Arbeit notwendig. Navigieren sie in der Registry zum Schlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\LanmanServer\Parameters. Fügen sie dort den Eintrag Hidden vom Typ REG_DWORD hinzu und setzen Sie dessen Wert auf 1. Anschließend ist der Server zu booten. Beachten Sie, daß es mehrere Minuten dauern kann, bis der Server aus der Zugriffsliste der Stationen verschwindet. Ich habe einen Tip gesehen in dem der Wert "hide" anstatt "hidden" verwendet wurde, probieren Sie im Zweifelsfall!

#3 automatisierte Backups mit NTBackup

Windows NT besitzt einen Scheduler. Um ihn im Netz zu nutzen, ist ein neues Konto anzulegen. Dieses muß Mitglied in der Administratorgruppe sein und Rechte zum Logon als Batchjob und Service besitzen. Als nächstes stellen Sie unter den Service-Optionen der Systemsteuerung für den Scheduler ein, daß er diesen Account benutzen und sich automatisch anmelden soll. Stoppen sie den Dienst und starten Sie ihn gleich wieder. Für das Backup dient die Kommandodatei dobackup.cmd:

c:\winnt\system32\ntbackup.exe backup c: /D "Vollbackup C" /B /L "c:\backup.log"

Das sichert alle Dateien auf Laufwerk C mit Protokoll im File backup.log. Für die regelmäßige Ausführung dient das Kommando at. Für ein Backup jeden Montag, Mittwoch und Freitag gegen 22:00 Uhr lautet die Syntax so:

at 22:00 /interactive /every:M,W,F cmd.exe /c "c:\dobackup.cmd"

Vorausgesetzt ist, daß sich die Kommandodatei im Stammverzeichnis von Laufwerk C befindet. Sie können die Datei bei vollständiger Pfadangabe auch in einem anderen Verzeichnis ablegen.

#4 Vervollständigen von Pfadeingaben

Um in der DOS-Box von Windows NT die Eingabe von Pfadangaben automatisch zu vervollständigen, müssen die unten angegebenen Schritte durchgeführt werden. Diese Funktionalität gibt es bereits seit langem unter UNIX.

Als Beispiel wollen Sie von "C:\" aus in das Verzeichnis "C:\Eigene Dateien\Netscape\Communicator" wechseln. Nach Eingabe von "C:\Eige" und dann die TAB-Taste wird automatisch der Pfad ergänzt.

Bei langen Verzeichnisnamen eine sehr nützliche Funktion! Rufen Sie den Registrierungseditor REGEDIT.EXE auf und wechseln in den Baum "Arbeitsplatz\HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Command Processor" und ändern den Wert im Schlüssel "CompletionChar" auf den Wert "9". Der Wert "9" gibt den ASCII-Code der TAB-Taste an. Andere Tasten sind ebenfalls möglich.

#5 Schneller Wechsel zwischen Verzeichnissen

Um in einem MS-DOS-Fenster in ein anderes Verzeichnis zu wechseln, bedient man sich normalerweise des „CD“-Befehls. Dieses Kommando hat jedoch einige Nachteile.

Wollen Sie nicht nur das Verzeichnis, sondern auch das Laufwerk wechseln, benötigen Sie bereits zwei Befehle. Besonders lästig erweist sich dieser Umstand, wenn Sie in einem anderen Verzeichnis nur mal schnell etwas nachsehen oder ein Programm ausführen und danach in das ursprüngliche Verzeichnis zurückkehren wollen. Zu dieser Prozedur benötigen Sie dann vier Kommandos, die zudem sehr umfangreich sein können, wenn Sie zwischen zwei Verzeichnissen mit langen Bezeichnungen hin- und herwechseln.

Wesentlich komfortabler lassen sich solche Verzeichniswechsel unter Windows NT 4.0 mit den beiden Befehlen „PUSHD“ und „POPD“ realisieren. Der Befehl „PUSHD“ übernimmt die Rolle des „CD“-Befehls. Im Gegensatz zu „CD“ erlaubt „PUSHD“ aber auch die Angabe eines Laufwerksbuchstabens - etwa „PUSHD F:\TEXTE\BRIEFE\1997\AUGUST“. Außerdem bietet Ihnen „PUSHD“ die Möglichkeit, zu den früher besuchten Verzeichnissen mit Hilfe des Kommandos „POPD“ direkt zurückzuspringen. Somit sparen Sie sich die Angabe des ursprünglichen Verzeichnisses. „PUSHD“ und „POPD“ eignen sich auch zum Zurückgehen längerer Wege. Windows NT 4 merkt sich nämlich jeden Verzeichniswechsel, der mit „PUSHD“ ausgeführt wurde. So können Sie zum Beispiel nach vier „PUSHD“-Kommandos mit viermal „POPD“ die selben Verzeichnisse in umgekehrter Reihenfolge abklappern.

#6 Servicepack Version feststellen

Mit dem Befehl winver oder per NT-Diagnose läßt sich feststellen welche Version des Servicepack installiert ist, ohne neu booten zu müssen. Allerdings läßt sich nicht anzeigen, ob Dateien ausgetauscht wurden.

#7 welche TCP/IP-Ports werden verwendet?

Um herauszufinden, welches Programm in Ihrer Umgebung diesen Port verwendet, können Sie das Tool TCPVIEW.EXE einsetzen, das Sie im Web unter der Adresse http://www.sysinternals.com finden.

TCPVIEW.EXE überprüft die TCP- und UDP-Ports von IP und welche verwendet werden.

Sollte das keinen Aufschluß geben, können Sie den Netzwerkmonitor installieren und damit einen Netz-Trace von Windows NT fahren. Protokollieren Sie den Startvorgang des NT-Servers. Anschließend sollte es möglich sein, über das Protokoll zu ermitteln, welche Applikation auf den Port zugreift.

#8 Port-Konfiguration bei Firewalls

Um Firewalls und Router korrekt zu konfigurieren, ist es wichtig zu wissen, welche Ports von Windows NT verwendet werden.

Diese Portnummern müssen freigegeben werden, falls einzelne dieser dienste verwendet werden sollen. Allerdings gibt es an der Firewall selbst in der Regel keine Notwendigkeit, diese Ports freizugeben, da keine Fern-Administration aus dem Internet erfolgen sollte. Möchten Sie dennoch diese Möglichkeit nutzen, dann sollten Sie dazu entweder über dedizierte RAS-Verbindungen oder über eine VPN-Technologie arbeiten. Falls das mit Windows NT gelieferte PPTP (Point-to-Point Tunneling Protocol) genutzt wird, kommt die Protokoll-Nummer 47 und der TCP-Port 1723 zum Einsatz.

Der Systems Management Server verwendet zusätzlich die Ports 1761 bis 1764 für die Fernsteuerung von Systemen.

Auch hier gilt aber, daß ein solcher Zugriff nie direkt über das Internet erfolgen sollte.

Insbesondere die in dieser Tabelle aufgezählten Ports spielen bei der Konfiguration eine wichtige Rolle:

Port:135; Protokoll: TCP, UDP; Funktion:Remote Procedure Call
Port:137, Protokoll: UDP; Funktion: Windows Internet Name Service (WINS), auch als NetBIOS Name Service bezeichnet
Port:138, Protokoll: UDP; Funktion: NetBIOS-Datagramm, Browser-Dienst
Port:139, Protokoll: TCP; Funktion: NetBIOS-Sitzung, File-Server-Zugriffe
Port:>1023, Protokoll: TCP, UDP; Funktion: Remote Procedure Call

#9 Korrekte Codepage

Einstellen der korrekten Codepage bei Windows NT systemweit für alle DOS-Boxen und den DOS-Gesamtbildschirm. Folgende Angaben müssen in der Registry geändert werden:

Rufen Sie den Registrierungseditor REGEDIT.EXE auf und wechseln in den Baum "Arbeitsplatz\HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\NlsCodePage"

und ändern folgende Werte für den Fenster-Modus:

OEMCP (REG_SZ) = "437"

OEMHAL (REG_SZ) = "vgaoem.fon"

Wechseln Sie in den Baum "Arbeitsplatz\HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\WindowsNT\CurrentVersion\GRE_Initialize" und ändern folgende Werte für den Vollbildmodus:

OEMFONT.FON (REG_SZ) "vgaoem.fon"

In der AUTOEXEC.NT bzw. AUTOEXEC.BAT sorgt dann ein "MODE CON CODEPAGE SELECT=437" für die entsprechende Umschaltung.

#10 SCSI-BUS absuchen lassen

Sie können den SCSI-BUS auch ohne Neustart des Rechners nach neuen Geräten absuchen lassen, das ist z.B. nützlich, wenn Sie den Scanner erst nachträglichen eingeschaltet haben. Sie müssen nur in der "Systemsteuerung" -> "Bandgeräte" gehen und auf Erkennen klicken. Es werden hier nicht nur Bandgeräte sondern auch alle anderen zusätzlich eingeschalteten SCSI-Geräte erkannt.

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